Die Mykotherapie ist ein Zweig der Naturheilkunde und beschäftigt sich mit der Anwendung von speziellen sogenannten Heil- und Vitalpilzen für therapeutische Zwecke. Diese Therapieform wurde erstmals in der Traditionellen Chinesischen Medizin beschrieben und angewendet. Auch in unseren Breiten ist die Anwendung von Pilzen zu bestimmten therapeutischen Zwecken seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verankert.

Wie wirken Heil- und Vitalpilze?

Pilze stammen aus der Natur und enthalten wichtige pharmakologische Substanzen. Die Medizinalpilze bekämpfen nicht die Krankheit an sich, sondern sollen regulierend in die Körperfunktionen eingreifen. Das Ziel der Mykotherapie ist die ganzheitliche Therapie. Die Pilze sollen das innere Gleichgewicht und sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper regulieren. Der Theorie nach kann nur wenn alle physiologischen Vorgänge ausgewogen sind und das Immunsystem gestärkt ist, der Körper bestimmte Krankheiten bekämpfen. Die Pilze können innerhalb der Mykotherapie sowohl therapeutisch als auch präventiv eingesetzt werden. In Deutschland wenden vor allem Heilpraktiker die Mykotherapie an. Zu den Heil- und Vitalpilzen gehören neben dem Shiitake auch der Reishi, Maitake, Polyporus, Coliorus, Coprinus, Auricularia, Chaga, Agaricus Blazei und Hericium.

Der Shiitake Pilz

Der Shiitake Pilz wird als Vitalpilz und sogar als König der Pilze bezeichnet. Shiitake (Lentinula edodes) gedeiht in Asien an verschiedenen Laubbäumen. Der Pilz hat einen braunen Hut mit hellen Flocken. In China und Japan wächst der Pilz wild in den Laubwäldern, wird jedoch aufgrund der großen Nachfrage bereits seit vielen Jahren kultiviert. Shiitake Pilze werden inzwischen auch in Europa und Nordamerika gezüchtet.

Der frische Pilz riecht sehr aromatisch und etwas knoblauchartig. Getrocknet entwickelt der Pilz einen sehr würzigen Geschmack. Shiitake Pilze enthalten 33 Prozent Eiweiß, Vitamine B und D, Kalium und Kalzium sowie die Spurenelemente Kupfer, Eisen, Zink und Selen. Dazu kommen wichtige Stoffe wie Folsäure und Niacin.

Der Shiitake Pilz ist traditionell Bestandteil vieler Gerichte der asiatischen Küche. Man unterscheidet dabei zwei Arten, den festen, dickfleischigen Shiitake (Donko) und den dünnfleischigeren Pilz mit weit geöffnetem Hut (Koshin). Der Pilz enthält viele Ballaststoffe, aber nur relativ wenig Wasser. Aus diesem Grund ist der bissfeste Pilz auch kulinarisch interessant. Der Shiitake Pilz wird schon seit mehr als 2000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Mittel zur Regulierung des Kreislaufs und Stärkung des Immunsystems beschrieben. Er wird von seinen Befürwortern darüber hinaus häufig auch bei Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und zur Senkung des Cholesterinspiegels empfohlen. In Asien wird der Shiitake Pilz auch zur unterstützenden Therapie bei Tumorerkrankungen eingesetzt. Dabei soll der Pilz die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und das Immunsystem stärken, um die Tumorerkrankung besser bekämpfen zu können. Wer mehr zum dem Pilz wissen möchte, kann bei Shiitakepilze.org vorbeischauen. Dort wird man umfassend informiert.

Shiitake Pilz als Nahrungsergänzung

Shiitake Pilz Extrakte gibt es in Tabletten- oder Pulverform in Kapseln. Der Pilzextrakt ist zu 100 Prozent natürlicher Herkunft und kann vorbeugend oder therapeutisch angewendet werden. Selbst bei jahrelanger Einnahme von Shiitake Pilz Extrakten oder Verzehr von frischen Pilzen sind keine Nebenwirkungen bekannt.