Der Begriff Feng-Shui kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „Wind“ und „Wasser“. Die Lehre des Feng-Shui ähnelt der des indischen Vastu- oder Zen-Minimalismus. Als jeweilige Harmonie-Lehre ist es ihr Ziel, Menschen zu inspirieren, damit sie im physischen und psychischen Gleichgewicht sowie harmonischen Umfeld leben.

Zusammenhang zwischen Wohnumfeld und Psyche

Heraklit prägte den Satz: „Die schönste Harmonie entsteht durch das Zusammenbringen der Gegensätze“ und Ernst von Feuchtersleben stellte fest: „In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt.“

Die Wohnung ist das Spiegelbild derer, die darin wohnen. Jedes Zuhause wird individuell geschmackvoll eingerichtet und gestaltet. Im persönlich ausgewählten Wohnungsstil wie klassisch, futuristisch, minimalistisch oder modern fühlen sich die einzelnen Bewohner meistens wohl. Grundvoraussetzung ist eine gewisse Ordnung, die für das Wohlbefinden und Gleichgewicht des Menschen wichtig ist.

Unordnung, Unübersichtlichkeit der alltäglichen Gegenstände und Kleidung, überflüssige Dinge und Wohnräume, die „vollgestellt“ sind, blockieren den Energiefluss. Unnütze oder defekte Gegenstände sollten entsorgt werden, um mehr „Raum“ zu schaffen. Regelmäßiges Entrümpeln in den Schränken, Ablagen oder Nebenräumen gehört für ein gesundes Wohnklima dazu. Das bewusste Aufräumen beseitigt Blockaden und negativ wirkende Energiefelder, die sich nicht nur optisch unangenehm auswirken, sondern auch regelrecht auf den „Geist“ gehen.

Grünpflanzen (keine welken!), harmonische Farbgestaltungen, Zimmerbrunnen, Kaminfeuer oder warme und beruhigende Lichtquellen wirken positiv auf die menschliche Psyche. Die Anordnungen der Einrichtungsgegenstände und die Raumgestaltung im Sinne von Feng-Shui wirken sich positiv auf das Umfeld und letztendlich auf die Gesundheit aus. Wem die notwendigen Intuitionen fehlen, um sein Umfeld gesundheitsbewusst zu gestalten, kann in der Feng-Shui-Lehre hilfreiche Anregungen erhalten.

Mit Energie „wohnen“

Eine energetisch ausgewogene Wohnung nach Feng-Shui bedeutet Harmonie mit dem Wohnumfeld und der Umgebung. Eine unbehagliche Wohnung, der falsche Standort des Bettes oder die frei stehende Couch trägt nicht selten zu Schlafstörungen bei. Zu stark ist der Energiefluss, wenn das Bett direkt zwischen Fenster und Tür positioniert ist. Diese Ursache für eine gestörte Nachtruhe kann einfach behoben werden. Den nötigen Schutz bietet die Wand. Alternativ mit einem Möbelstück (Kommode), einer großen Grünpflanze oder einem Raumteiler eine „Schutzwand“ aufstellen.
Im Arbeitszimmer sollte der Blick zur Tür frei (Kontrollmöglichkeit) und der Rücken geschützt sein. Die dementsprechende Sitzposition dient der besseren Konzentration.

Harmonie im Eingangsbereich der Wohnung schaffen heißt, dass die Garderobe in Schränke verstaut wird. Die meiste Energie („Qi“) fließt zur Haus- oder Wohnungstür herein.

Richtig platzierte Spiegel (beispielsweise an der Tür zum Bad) oder kleine Figuren als „Wächter“ sorgen dafür, dass die Energie im Raum bleibt.
Grünpflanzen tun nicht nur dem menschlichen Auge gut, sondern ihre Farbe zieht die Energie nach oben. Der Raum wird belebt. Landschaftsbilder im Wohnbereich tragen ebenfalls zum harmonischen Gesamtbild bei.

Die Raumgestaltung sollte aufeinander abgestimmt werden. Das Interieur muss mit der Gestaltung von Wänden, Decke, Boden und Fenster im Einklang sein. Mit dem idealen Zusammenspiel von Einrichtung, Farben und der Möglichkeit zur Entspannung oder Meditation können Chakras stimuliert und eventuelle Blockaden gelöst werden.

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