Die Lehren

Chakren in verschiedenen Lehren

Wenn heutzutage in der Esoterik von Chakren gesprochen wird, nimmt man im Allgemeinen Bezug auf das hinduistische Chakra-System.

Chakren im Hinduismus

Hier laufen sieben energetische Zentren entlang der Wirbelsäule – aufwärts vom Steißbein bis zum Scheitel. Namentlich sind dies das Wurzelchakra in der Höhe des Steißbeins, das Sexualchakra bei den Genitalien, das Solarplexuschakra etwas oberhalb des Bauchnabels gelegen, das Herzchakra, das Kehlkopfchakra, das dritte Auge auf der Stirn zwischen den Augen sowie das Kronenchakra auf dem Kopf am Scheitel. Jedem Chakra sind bestimmte Organe, Farben und Eigenschaften zugeordnet.
Die Chakren fließen und zirkulieren beim gesunden Menschen frei und sind mit einander verbunden. Ist der Fluss gestört, kommt es zu körperlichen oder psychischen Symptomen.

Shiva

Verschiedene Techniken im Tantra

Aus dem Hinduismus kommt der Tantrismus beziehungsweise Tantra. Im Tantra spielen psychoexperimentelle Techniken eine große Rolle, um sich selbst zu verwirklichen, mit dem Absoluten eins zu werden und die höchste Wirklichkeit zu erkennen.
Ein Hauptelement ist die Darstellung geistiger Prinzipien durch sexuelle Symbole: Shiva ist männlich und passiv; Shakti, weiblich und aktiv.
Um die Ziele des Tantrismus zu erreichen, werden die Chakren in Yoga, Meditation und sexuelle Praktiken integriert. Sexualität wird daher zum Beispiel bei den Vamacharas genutzt, um sich mit dem Göttlichen zu vereinigen. Die Kundalini-Kraft, die meistens als schlafende Schlange am Wurzelchakra dargestellt wird, steht für die Göttliche Mutter. Wird sie erweckt und steigt nach oben auf, kann sie sich hier mit Shiva vereinigen.
Auch die anderen Halbgötter haben ihren Sitz in den Chakren. Jeder dieser Halbgötter hat einen weiblichen Gegenpart. Je nachdem welcher Halbgott in einer tantrischen Sekte verehrt wird, gibt es spezielle Gebote, die besonders beachtet oder negiert werden.
Weiterhin genutzt werden Mandalas, kreisförmige Symbole, die häufig aus Sand gemalt werden und durch ihre Symbolik das Unterbewusste beeinflussen soll. Auch Mantras, kurze Wortfolgen, und Mudras, symbolische Handgesten, sowie magische Vorstellungen spielen eine große Rolle.

Unterschiede zum Buddhismus

Das buddhistische Tantra hat eine andere Ausrichtung als das hinduistische. Während im hinduistischen Tantra spirituelle Fähigkeiten eine große Rolle spielen, steht im Buddhismus die absolute Weisheit und Reinheit am Ziel.
Außerdem kennt man hier nur fünf Chakren, die zum Teil außerdem an anderen Stellen sitzen: Das Kopfchakra auf der höchsten Stelle des Kopfes, das Kehlkopfchakra, das Herzchakra, das Nabel-Chakra sowie das Geheime Chakra, welches sich unterhalb des Bauchnabels befindet. Wichtig ist im Buddhismus das Meditieren. Hier geht es um das Loslassen von Gedanken und dem eigentlichen Sein im Moment. Zwar werden auch Chakren in verschiedene Übungen eingebunden; diese sind aber Buddhisten zugedacht, die bereits im fortgeschrittenen Stadium sind und eine lange Zeit meditiert habe.

Buddha

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